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„Jetzt geht es um die Details, wie man die Saison wertet“, erklärt Hermann-Josef Koch.

„Jetzt geht es um die Details, wie man die Saison wertet“, erklärt Hermann-Josef Koch. Foto: Sylvia Rasche

Kreis Höxter (WB). Das ist der nächste Schritt zur vorzeitigen Absage der Fußball-Saison 2019/2020 in Westfalen. „Der Verbands-Fußball-Ausschuss wird dem Präsidium und der Ständigen Konferenz des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen am 5. Mai eine Empfehlung zur Saisonwertung mit Aufsteigern aussprechen“, teilt der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) mit.

Die Empfehlung sehe eine Wertung der Saison mit Aufsteigern und ohne Absteiger vor. „Das haben die Beratung des Gremiums nach Abschluss der Videokonferenzen mit den Vereinen sowie das Ergebnis des extern beauftragten Rechtsgutachtens ergeben“, heißt es in einer Pressemitteilung FLVW vom Donnerstag. „Damit haben unsere Vereine mehr Planungssicherheit“, begrüßt der langjährige Vorsitzende des Sportkreises Höxter, Hermann Josef Koch, die Entscheidung. Der Bad Driburger hatte bereits am 25. April in dieser Zeitung gesagt, dass die Vereine davon ausgehen können, dass die Spielzeit im FLVW vorzeitig beendet wird. „Jetzt geht es um die Details, wie man die Saison wertet“, ergänzte er nun auf Anfrage.

In dem Pressebericht aus Kaiserau wird der FLVW-Vizepräsident Amateurfußball, Manfred Schnieders aus Salzkotten-Verne, mit den Worten zitiert, dass „die zuständigen Rechts-Experten ganz klar formuliert haben, dass ein Saisonabbruch – auch bei höherer Gewalt wie der Corona-Pandemie – nicht zum Nachteil der Vereine gewertet werden soll.” Eine komplette Annullierung der Saison ist demzufolge keine Option mehr für den Verband. Der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) werde daher eine Wertung mit Aufsteigern vornehmen. Wie diese final aussehen wird, stehe aktuell noch nicht fest.

„Wir werden uns alle Ligen genau anschauen und natürlich versuchen, die Empfehlungsgrundlage so fair wie möglich für die potenziellen Aufstiegskandidaten zu gestalten. Aufgrund einiger besonderer Situationen in einzelnen Staffeln wird es leider Härtefälle und Vereine geben, denen wir nicht gerecht werden können”, kündigt der VFA-Vorsitzende Reinhold Spohn (Herne) an.

Fest steht bereits jetzt, dass der VFA für die kommende Saison die Zahl der Bezirksliga-Staffeln von derzeit zwölf auf 14 erhöhen wird. Zudem soll es eine weitere Landesliga-Staffel geben (bislang vier). Damit will der Verband zu große Staffelgrößen und längere Fahrtwege für die Vereine vermeiden. „Die endgültigen Staffelanzahlen und die dazugehörigen Einteilungen können jedoch erst dann bestimmt und vorgenommen werden, wenn der VFA das Datum für einen neuen Saisonstart kennt“, teilt der FLVW mit.

Einen zusätzlichen Aufstiegsplatz in die Männer-Bezirksliga erhalten die Kreise, die über einen “halben Aufsteiger” (X,5) verfügen. “Bislang war es so, dass Relegationsspiele zwischen Mannschaften aus Kreisen mit halbem Aufstiegsrecht stattgefunden haben. Diese Relegationsspiele können nicht ausgetragen werden, so dass der halbe in einen direkten Aufstiegsplatz umgewandelt wird”, erläutert Spohn. „Für die heimische A-Liga gilt das nicht, sie hat in dieser Saison nur einen Aufstiegsplatz“, weiß Koch.

Im Frauenfußball werde es statt der üblichen 18 nun 23 Aufsteiger aus den Sportkreisen geben. Eine zusätzliche Bezirksliga-Staffel (7) soll eingerichtet werden,.

Der weitere Fahrplan: Bis zum 5. Mai muss die ausgearbeitete Empfehlung des Verbands-Fußball-Ausschusses beim Präsidium vorliegen, das am gleichen Abend darüber beraten wird. Am 11. Mai tauschen sich die Mitglieder der Ständigen Konferenz, die sich aus den 29 Kreisvorsitzenden und den acht Präsidiumsmitgliedern zusammensetzt, über die Empfehlung aus. Anschließend wird diese auf einem außerordentlichen Verbandstag zur finalen Abstimmung gestellt. Wie berichtet, wird dieser aufgrund von Fristeinhaltungen im Juni stattfinden.

„Wir sind uns alle einig und plädieren für ein Saisonende, was dann spätestens auch im Juni formell und rechtskräftig beschlossen werden soll”, sagt FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski.

 

Quelle: Westfalen Blatt

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