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Kunstrasen in Scherfede geplant

Im Moment sind auf dem Scherfeder Trainingsplatz nur die Maulwürfe aktiv. Kommt der Kunstrasen, werden dort auch Fußballer anderer Orte trainieren.Fotos: Jürgen Vahle
Im Moment sind auf den Scherfeder Trainingsplatz nur die Maulwürfe aktiv. Kommt der Kunstrasen, werden dort auch Fußballer anderer Orte trainieren. FOTOS: JÜRGEN VAHLE
 


Scherfede/Warburg  In Scherfede könnte in absehbarer Zeit einen neuen Kunstrasensportplatz bekommen. Per Dringlichkeitsentscheid hat der Warburger Rat einen entsprechenden Förderantrag beim Land Nordrhein-Westfalen über 90 Prozent der Bausumme (Gesamthöhe: etwa 875.000 Euro) auf den Weg gebracht. 125.000 Euro der Kosten würde die Stadt schultern.

In Warburg übernimmt in der kommenden Woche der Haupt- und Finanzausschuss aus Coronaschutzgründen die Tagesordnungspunkte des Rates. Die Frage, ob ein Förderantrag für einen Scherfeder Kunstrasensportplatz gestellt werden soll, konnte so lange allerdings nicht mehr warten. Bis zum 15. Januar musste das Formular beim Land NRW eingegangen sein.

In solchen Fällen gibt es das Mittel des Dringlichkeitsentscheids. Die Vorsitzenden der Fraktionen unterschreiben stellvertretend für die Ratsmitglieder. Einstimmig fiel das Votum aus. Neben Bürgermeister Tobias Scherf haben Hubertus Kuhaupt (CDU), Patrick Engelbracht (SPD) Gerhard Rose (Bürger Union), Hilla Zavelberg-Simon (Grüne) und Andreas Braunst (AfD) den Förderantrag für den Bau des Kunstrasensauf den Weg gebracht.

Angezapft werden soll das Landesprogramm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021“, das in diesem Jahr mit einem Betrag von 31 Millionen Euro ausgestattet worden ist. Bereits 2020 hatte die Stadt versucht, aus dem Programm Fördergeld für Sportstätten zu bekommen. Damals allerdings ohne Erfolg. Daher hoffen die Hansestadt und der SV Westfalia, in diesem Jahr mit dem Kunstrasenprojekt als einzigem Vorschlag aus Warburg Erfolg zu haben.

Der Förderantrag fußt auf einem Schreiben des SV Westfalia 03 Scherfede-Rimbeck vom Juli 2020. Er wurde im Oktober vergangenen Jahres im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung behandelt. Größer und halb-öffentlich vorgestellt worden war das Projekt beim einem Treffen des Stadtsportverbandes im Herbst und während der Jahreshauptversammlung des SV Westfalia im Jahr 2019.

Der neue Kunstrasen soll an der Stelle des jetzigen Trainingsplatzes errichtet werden. Scherfede verfügt an der Wilhelm-Lödige-Straße bekanntlich über zwei Rasen-Fußballplätze und sein Vereinsheim. Allerdings besitzt nur der Trainingsplatz eine Flutlichtanlage. Und die ist, sollte ein Kunstrasen an dieser Stelle gebaut werden können, dringend notwendig, denn der neue, nahezu ganzjährig nutzbare Platz soll dann auch anderen Vereinen zur Verfügung stehen und entsprechend oft genutzt werden.

Jugend- und Seniorenteams auch aus anderen Orten könnten dort Trainingszeiten angeboten werden, bestätigt Warburgs Schulamtsleiter Olaf Krane. Gleiches gelte für die Grundschule Scherfede und für das Familienzentrum.

Der SV Westfalia hat in der Fußball-Jugend ohnehin eine Spielgemeinschaft mit Bonenburg, Rimbeck und Wrexen. Denkbar sei aber auch, dass Seniorenmannschaften mit Spielern aus diesen Orten sowie aus Menne, Ossendorf und Nörde bei unbespielbaren Rasenplätzen in Scherfede ihre Übungseinheiten sowie Freundschafts- und Meisterschaftsspiele austragen können, berichtet der Scherfeder SV-Vorsitzende Robert Block. Das Sportheim würde man nach Absprache zur Verfügung stellen.

Allein sein Verein stellt derzeit im Fußball zehn Jugendteams sowie zwei Seniorenmannschaften, ein Alte Herren- und ein Frauenteam. All die hätten derzeit im Herbst, Winter und zeitigen Frühjahr, wenn die Rasenplätze nicht bespielbar sind, „ein Riesenproblem, vernünftig zu trainieren“, wie Robert Block berichtet. Trainings- und Spielzeitenzeiten auf dem Hüffertsportplatz seien einfach zu knapp.

Gemeinsam mit den anderen Vereinen hoffe er durch den Kunstrasenbau auf bessere Sportbedingungen für Teams aus dem westlichen Stadtgebiet. Die Vereine würden auch Eigenleistung beim Bau und das Suchen von Sponsoren anbieten.

 

Quelle: Westfalen Blatt

und alles Gute für das Jahr 2021!

Weihnachtsgrüße

Moderne Sportstätten 2022: SV Scherfede/Rimbeck bekommt 10.000 Euro vom Land für die Sanierung des Sportheim-Daches. Weitere Mittel vom Landessportbund für die neue Boulebahn 

„Wir packen mit an“ 

Jetzt kann das alte Asbestdach runter und eine neue energetische Dacheindeckung erfolgen. Der SV Westfalia Scherfede-Rimbeck 03 hat aus dem Fördertopf „Moderne Sportstätten 2022“ 10.000 Euro erhalten. Die Stadt Warburg gibt 4500 Euro dazu, das restliche Geld wird in Eigenleistung aufgebracht. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 16.200 Euro.

 Von Astrid E. Hoffmann
 
Jetzt kann das Dach des Sportheimes in Scherfede erneuert werden, darüber freuen sich (von links) Platzwart Hans-Gerd Altmann, Geschäftsführerin Irmgard Altmann und Vereinschef Robert Block.
Jetzt kann das Dach des Sportheimes in Scherfede erneuert werden, darüber freuen sich (von links) Platzwart Hans-Gerd Altmann, Geschäftsführerin Irmgard Altmann und Vereinschef Robert Block.
Foto: Astrid E. Hoffmann 
 

„Wir sind sehr froh über diese Hilfe, denn nur so kann endlich einmal ein großes und notwendiges Projekt in Angriff genommen werden“, sagt die Geschäftsführerin Irmgard Altmann. Der Grundriss des Sportheimes hat zehn mal vierzehn Meter, etwas größer ist somit die Dachfläche, die nun erneuert wird. Die Dachdeckerfirma Nitzbon wird damit, so bald es geht, beginnen. Geplant ist eine Sandwicheindeckung, also eine Konstruktion von zwei Stahlblechen oder Aluminium zwischen denen sich eine Dämmschicht befindet. Damit erfolgt die nötige Wärmedämmung. „Das sollte unsere Energiekosten senken“, sagt der Vereinsvorsitzende Robert Block. Was an Eigenleistung gemacht werden kann, dass soll auch gemacht werden. „Da packen wir schon mit an, das meiste wird aber die Fachfirma machen müssen“, weiß Platzwart Hans-Gerd Altmann, dass es beim Abbau der Asbestplatten nicht anders geht.

Vereine sollen wettbewerbsfähig bleiben

„Die Vereine sollen mit dem Geld die Möglichkeit erhalten ihre Sportstätten nachhaltig modernisieren oder sanieren zu können. Auch Um- und Ersatzneubauten von Sportstätten und Sportanlagen werden gefördert. Die Vereine müssen wettbewerbsfähig bleiben“. erklärt dazu die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz. „Nur wenn Sportstätten auf dem neuesten Stand sind, können die Vereine ihre wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft wahrnehmen“, fügt Matthias Goeken (MdL) an.

Etwas mehr Eigenleistung ist aber beim Bau der Boule-Bahn möglich. Aus dem Landesförderprogramm „1000 x 1000 – Anerkennung für den Sportverein“, für das sich der Scherfeder Verein beim Landessportbund beworben hatte, gab es nun die 1000 Euro zum Bau einer Boulebahn. Aus dem Stück Wiese neben dem Hauptsportplatz wird ein Streifen von drei mal 15 Metern hergerichtet. Es werden Rasenkanten gesetzt und die Fläche verfüllt, dann kann vielleicht noch vor Weihnachten die erste Probekugel rollen. „Wir planen den Aufbau einer Boule-Abteilung, da kommt diese Finanzspritze genau richtig. In den offiziellen Spielbetrieb wird es aber erst nächstes Jahr gehen“, erklärt Robert Block.

Quelle: Westfalen Blatt

 

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